Wirbelsäule und Rücken

Die Wirbelsäule und die Rückenmuskulatur bilden den Stützapparat des Rumpfes, der dem Menschen den aufrechten Gang und die Beweglichkeit sichert. Aus diesem Grund sind sie täglich einer hohen Belastung ausgesetzt. Das ist auch der Grund dafür, dass rund 11 Millionen Menschen in Deutschland unter Rückenschmerzen leiden.

Neben degenerativen Verschleißerkrankungen kann auch eine Überlastung der Bandscheiben ursächlich für Rückenschmerzen sein. Dies kann geschehen durch Fehlhaltung bei bestimmten Tätigkeiten aber auch durch Übergewicht. In den meisten Fällen tritt ein solcher Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule auf, da hier die Belastung besonders groß ist.

Rückenschmerzen

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Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind in unserer Gesellschaft eine Volkskrankheit. Im Laufe seines Lebens wird jeder einmal von Rückenschmerzen betroffen sein. In der Regel sind Rückenschmerzen harmlos.

Symptome

In den meisten Fällen sind Rückenschmerzen harmlos und gehen von selbst wieder zurück. Schmerzen im Rücken können plötzlich auftreten zum Beispiel in Folge einer raschen oder ungünstigen Bewegung. Sie können sich aber auch schleichend entwickeln. Typische Symptome bei Rückenschmerzen sind Muskelschmerzen, einschießende oder stechende Schmerzen, Schmerzen die ins Bein ausstrahlen oder eine eingeschränkte Beweglichkeit.

Nackenschmerzen

Nackenschmerzen

Bei Nackenschmerzen handelt es sich um ein schmerzhaftes, jedoch in den meisten Fällen harmloses Symptom. Die Ursachen für Nackenschmerzen sind meistens Fehlhaltungen die zu Muskelverspannungen führen. Meist handelt es sich über einen steifen Nacken, Nackenkrämpfe oder Schmerzen, die sogar über den Nackenbereich hinaus spürbar sind. In seltenen Fällen deuten Nackenschmerzen auf eine ernsthafte Erkrankung hin. Mit einer entsprechenden Therapie können die Beschwerden in der Regel erfolgreich behandelt werden.

Symptome

Die Symptome sind vielfältig: Schmerzen beim Drehen des Kopfes, ein Ziehen im Hinterkopf, Schwindel oder ein steifer Nacken sind nur einige der typischen Anzeichen. Sind die Muskeln im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich verspannt, verspüren die meisten Betroffenen unangenehme Kopfschmerzen. Zudem lässt sich der Kopf nicht richtig bewegen und die Schulter schmerzt. Sogar Übelkeit ist ein mögliches Zeichen für Verspannungen. Tritt neben Nackenschmerzen auch Schwindel auf, kann sich ein eingeklemmter Nerv dafür verantwortlich zeigen.

Hexenschuss

Beim Hexenschuss handelt es sich um einen plötzlich auftretenden, stechenden und langanhaltenden Schmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule mit nachfolgenden Bewegungseinschränkungen. Oft ist der Hexenschuss das Ergebnis einer unkontrollierten Bewegung.

Bandscheibenvorfall

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Bei einem Bandscheibenvorfall tritt Bandscheibengewebe aus der Bandscheibe aus. Dabei kommt es zu einem Riss des Faserknorpelrings und zum Austritt des „weichen Kerns“ der Bandscheibe. Die Ursachen für einen Bandscheibenvorfall sind vielfältig z.B genetische Veranlagungen, einseitige Fehlbelastungen oder ein Missverhältnis zwischen Belastbarkeit und Belastung der Wirbelsäule diskutiert. Am häufigsten sind Bandscheibenvorfälle an der Lendenwirbelsäule. An der Halswirbelsäule und Brustwirbelsäule treten Bandscheibenvorfälle selten auf.

Bandscheibenverschleiß

Bei der Osteochondrose kommt es durch eine Abnahme der Wasserspeicherfähigkeit der Bandscheibe zum Austrocknen der Bandscheibe und damit zum Elastizitätsverlust. Auch der knorpelige Überzug der an die Bandscheibe angrenzenden Grund und Deckplatten der benachbarten Wirbelkörper ist von diesem Prozess betroffen. Es kommt zu Verkalkung und Verknöcherungen dieses Überzuges (Sklerose), welche wiederum die Ernährung und damit die Wasseraufnahme der Bandscheibe negativ beeinflussen.

Die knöchernen Veränderungen der an die Bandscheibe angrenzenden Wirbelkörper führen im Verlauf zu Wucherungen – so genannte Spondylophyten – welche dann wiederum in den Rückenmarkskanal wachsen können und hierdurch eine Spinalkanalstenose verursachen.

Symptome

Ein Bandscheibenverschleiß macht sich häufig durch Rücken -und Nackenschmerzen bemerkbar. Besonders schmerzhaft ist das Heben von schweren Lasten und lange sitzende Tätigkeiten – umso fortgeschrittener der Verschleiß, desto stärker sind die Schmerzen. Durch den Verlust der Bandscheibenhöhe kommt es zu Einengungen des Nervenaustrittskanals, die auch zu Schmerzausstrahlungen in Bein oder Arm, Kribbeln und Taubheitsgefühl führen können. Das Drehen im Schlaf kann problematisch werden. Begleitet werden Schmerzen oft von psychischen und psychosomatischen Beschwerden.

Wirbelgelenkarthrose

Wirbelgelenksarthrose

Die Wirbelgelenkarthrose auch Facettensyndrom genannt, ist eine Erkrankung der Gelenke zwischen den Wirbelkörpern. Auslöser der Wirbelgelenkarthrose ist meist ein abnutzungsbedingt verringerter Abstand zwischen den Wirbelkörpern, vor allem in der Lendenwirbelsäule.

Symptome

Meist handelt es sich um starke lokale, stechende, bohrende oder stumpfe Schmerzen in einem begrenzten Bereich der Lenden- (LWS), Brust- (BWS) oder Halswirbelsäule (HWS). Durch die Belastung der Wirbelsäule z.B. durch stehen, nehmen im Laufe des Tages nehmen die Schmerzen oftmals zu. Es treten meist Rückenschmerzen beim Bücken, bei Drehbewegungen, bei Positionswechsel auf. Zusätzlich können im Rahmen eines Facettensyndroms auch Hüftbeschwerden auftreten.

Wirbelkanalstenose

Bei einer Wirbelkanalstenose (Spinalstenose) ist der Kanal in der Wirbelsäule verengt, durch den das Rückenmark verläuft. Dadurch entsteht ein Druck auf Rückenmark, Nerven und Blutgefäße. Dieser kann Rückenschmerzen und bleibende Nervenschädigungen verursachen. Eine Spinalkanalverengung entsteht meist infolge von Alterungsprozessen.

Wirbelkörperfraktur

Ein Wirbelfraktur wird durch ein indirektes Trauma (wie einen Sturz) oder Osteoporose verursacht. Er kann sich durch bewegungsabhängige Schmerzen äußern. Manchmal ruft ein gebrochener Wirbel aber auch gar keine Symptome hervor und bleibt dann oft unentdeckt. Je nach Frakturform kann eine Wirbelfraktur konservativ oder operativ versorgt werden.

Wirbelgleiten

Das Wirbelgleiten, auch Spondylolisthese genannt, ist eine Instabilität der Wirbelsäule und bezeichnet das Gleiten zweier Wirbelkörper zueinander. Ursachen für das Wirbelgleiten können angeboren (z. B. dysplastisch) oder erworben (z. B. degenerativ, traumatisch oder pathologisch) sein.