Rückenmarkstimulation

Die Rückenmarkstimulation (engl. spinal cord stimulation bzw. SCS) ist ein minimalinvasives operatives Verfahren zur Behandlung chronischer Schmerzen. Ein Neurostimulator ist ein Gerät, das unter die Haut implantiert wird und elektrische Impulse an Nerven sendet. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel therapieresistente, chronische Schmerzen permanent ausschalten bzw. lindern. Die elektrischen Impulse bewirken eine Veränderung der Schmerzempfindung, ohne dass dabei Nerven geschädigt werden. Man könnte die Spinal Cord Stimulation auch einen Schrittmacher für das Nervensystem nennen.

Nach einer Woche wird gemeinsam mit dem Patienten entschieden, ob das Stimulationsgerät das gewünschte Ergebnis erzielt. Bei ausreichender Schmerzbesserung (ca. 80 %) wird in einem zweiten Eingriff ein dauerhaftes Steuergerät in das Unterhautfettgewebe gelegt, ansonsten werden die Elektroden in einem zweiten kurzen Eingriff wieder entfernt.