Die Schulter

Das Schultergelenk ist das beweglichste und damit das komplizierteste Gelenk des Körpers . In der Schulter treffen drei Gelenke, verschiedene Muskeln und viele Bänder und Sehnen aufeinander. Sie sind so miteinander verbunden, dass der Arm in fast alle Richtungen bewegt werden kann. Aufgrund dieser Beweglichkeit ist die Schulter anfällig für Verletzungen. Und wenn in der Schulter Schmerzen auftreten, ist die Ursache nicht immer leicht zu erkennen.Neben Verletzungen der Schulter kann es aufgrund von chronischen Reizzuständen, Kalkeinlagerungen in den Weichteilen, Entzündungen oder Abnutzungserscheinungen zu erheblichen Schmerzzuständen und Funktionsbeeinträchtigunge kommen.

Dr. med. Mathias Frey

Dr. med. Mathias Frey

Facharzt für Chirurgie und Orthopädie
Dr. med. Bernhard Kempa

Dr. med. Bernhard Kempa

Facharzt für Orthopädie

Erkrankungen der Schulter

Das Impingementsyndrom

Das Impingementsyndrom ist eine häufige Schultererkrankung. Ursächlich dafür ist die anamtomische Enge zwischen Schulterblatt und Humeruskopf, kann es durch Fehlbelastungen (z.B. Überkopfbelastungen) zu einem Engpaß (Impingement) kommen, welcher den Schleimbeutel und/oder die Rotatorenmanschette irritiert oder sogar lädiert. Ob man ein Impingement entwickelt oder nicht, hängt auch von der knöchernen Formgebung des Acromions (einem Knochenvorsprung, der den höchsten Teil des Schulterdaches abbildet) ab. Je stärker der Knochen nach unten ausgebildet ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass mal ein Engpaß auftreten kann.

Die Rotatorenmanschette

Das Schultergelenk ist von einer Muskel- Sehnengruppe umgeben, die als Rotatorenmanschette bezeichnet wird. Diese Muskeln führen die Bewegungen im Schultergelenk aus und stabilisieren gleichzeitig den Oberarmkopf in der Gelenkpfanne.

Meist nach dem 60. Lebensjahr treten häufig Risse in der Rotatorenmanschette auf. Werden diese über die Zeit größer kann dies zur Kompletruputur der Rotatorenmanschette führen. Die Therapie beginnt zunächst konservativ und kann durch Krankengymnastik und antientzündliche Therapiemaßnahmen angegangen werden. Im frühen Stadium und bei jüngeren Patienten sind auch gute Ergebnisse mit der operativen Naht der Rotatorenmanschette zu erzielen.

Die Kalkschulter

Die Sehnen der Rotatorenmanschette können auch “verkalken”. Diese “Tendinosis calcarea” kommt vor allem bei Patienten zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr vor. Sie hat nichts mit einer altersbedingten Verkalkung zu tun. Die Beschwerden beginnen meist plötzlich ohne vorausgehende Schulterbelastung, mit starken bewegungsabhängigen Schmerzen. Die akute Therapie besteht in der gabe von antientzündlichen und schmerzreduzierenden Medikamenten und/oder Spritzen. In der akuten Phase soll auf Krankengymnastik verzichtet werden. Falls sich keine anhaltende Besserung erzielen lässt, besteht die Indikation zur Durchführung der extrakorporalen “Stoßwellentherapie”. Alternativ dazu kann auch im Rahmen einer minimalinvasiven Operation versucht werden, das Kalkdepot zu entfernen.

Die Schultergelenksarthrose

Bei der primären Schultergelenksarthrose handelt es sich um einen Knorpelverschleiß im Glenohumeralgelenk. Sekundär kann die Arthrose auch die Folge einer alten Rotatorenmanschettenruptur oder einer Fraktur sein. Die primäre Therapie besteht in der Krankengymnastik und in der Gabe von antientzündlichen Medikamenten.  Falls sich hier keine ausreichende Besserung erzielen lässt besteht die Indikation zur Implantation einer Schulterprothese.