Das Knie

Das Kniegelenk verbindet Ober- und Unterschenkel miteinander. Es wird für so ziemlich jede Art der Fortbewegung benötigt – ob Laufen, Fahrradfahren oder Schwimmen. eine Konstruktion erlaubt es, das Knie zu beugen, zu strecken und etwas nach innen oder außen zu drehen. Man spricht beim Kniegelenk daher auch von einem Dreh-Scharniergelenk. Das Kniegelenk ist extremen Belastungen ausgesetzt. Beim Stehen wirken etwa 70 Kilogramm auf das Kniegelenk, beim Laufen steigert sich dies auf ca. 315 Kilogramm und beim Springen sogar auf 490 Kilogramm. Hieraus ist zu sehen, dass sportliche Betätigung und auch das Gewicht eine entscheidende Rolle bei Kniegelenkserkrankungen- und verletzungen spielen. Gerade auf den Gelenkknorpel in seiner Stoßdämpferfunktion kommen hier erhebliche Belastungen zustande.

Dr. med. Mathias Frey

Dr. med. Mathias Frey

Facharzt für Chirurgie und Orthopädie
Dr. med. Bernhard Kempa

Dr. med. Bernhard Kempa

Facharzt für Orthopädie

Erkrankungen des Kniegelenks

Kniegelenksarthrose

Das Knie ist das Gelenk, das am häufigsten von arthrotischen Veränderungen betroffen ist. Das Risko,im Laufe des Lebens an einer symptomatischen Kniearthrose zu erkranken wird mit zunehmenden Alter immer höher. Dabei können sich erste Anzeichen bereits im mittleren Lebensalter einstellen. Um Schmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen zu lindern und operative Eingriffe zu verzögern oder zu vermeiden, sollte rechtzeitig eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.

Die Gonarthrose wird definiert als degenerative (verschleißbedingte), primär nicht entzündlich bedingte chronische Erkrankung des Kniegelenks. Im Krankheitsverlauf kommt es zu dabei zu einem fortschreitenden Knorpelverlust, infolgedessen zu zunehmenden Beschwerden wie z. B. Steifigkeitsgefühl, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen.

Bei fortgeschrittener Gonarthrose mit Schmerzen, die durch konservative Maßnahmen oder minimalinvasive Operationen nicht mehr gelindert werden können, besteht die Indikation zu einem Kniegelenksersatz.

Meniskusriß/verschleiß

Meniskusrisse können häufig im Sport entstehen, sind aber oft auch auf Gelenkverschleiß zurückzuführen.

Der Meniskus besteht aus zwei halbmondförmige Knorpelscheiben – den Menisken – zwischen dem Unter- und Oberschenkelknochen. Auf der Innenseite des Knies befindet sich der Innenmeniskus, auf der Außenseite der Außenmeniskus. Beide Menisken stabilisieren die Bewegungen des Kniegelenks.
Meniskusrisse zählen zu den häufigsten Sportverletzungen, vor allem bei Ballsportarten wie Fußball und beim Ausüben des Skisports. Sie treten auf, wenn das Knie unter starker Belastung verdreht wird.
Meniskusrisse durch akute Verletzungen werden meistens operiert, dabei wir in der Regel nur der betroffenen Teil der Menisken entfernt. Kleinere Meniskusrisse machen sich nicht immer sofort bemerkbar. Im Alter sind Meniskusrisse durch den Verschleiß der Gelenke normal. Sie verursachen oft nicht einmal Beschwerden. Allerdings können nicht behandelte Meniskusrisse sich mit Folgeschäden auf das Kniegelenk auswirken.

Kreuzbandriß

Das Kniegelenk wird stabil gehalten von mehreren Bändern.

Das vordere Kreuzband ist das Band, dass am häufigsten von einer Verletzung (Kreuzbandriß) betroffen ist. Ursache eines Kreuzbandrisses sind meistens Sportverletzungen, die zum Beispiel durch einen Sturz beim Skifahren oder durch ein verdrehtes Knie beim Fußball entstehen.

Ein Riss des vorderen Kreuzbands muss nicht immer operiert werden. Ob eine Operation erforderlich ist, hängt unter anderem vom Ausmaß der Verletzung, von der Stabilität des Knies und vom Lebensalter ab. Auch die persönliche Situation der oder des Betroffenen spielt für die Behandlung eine wichtige Rolle. Einen Einfluss haben etwa der Beruf oder auch die Sportarten, die weiterhin ausgeübt werden sollen.

Soll das Knie operiert werden, wird nach dem Unfall normalerweise zwischen 2 bis 4 Wochen gewartet, bevor der Eingriff erfolgt. In diesem Zeitraum kann die Schwellung abklingen und das Knie sich beruhigen.

Die Schultergelenksarthrose

Bei der primären Schultergelenksarthrose handelt es sich um einen Knorpelverschleiß im Glenohumeralgelenk. Sekundär kann die Arthrose auch die Folge einer alten Rotatorenmanschettenruptur oder einer Fraktur sein. Die primäre Therapie besteht in der Krankengymnastik und in der Gabe von antientzündlichen Medikamenten.  Falls sich hier keine ausreichende Besserung erzielen lässt besteht die Indikation zur Implantation einer Schulterprothese.